Stichwortsuche




Arbeiten im Ausland

Hier bekommen Sie Informationen über das Arbeiten im Ausland.

Estland 

Inhalt:
  • Allgemeine Informationen
  • Aufenthalts-/ Arbeitsgenehmigung
  • Sozialversicherung
  • Arbeitsmarkt
  • Lebensstandard
  • Nützliche Links

Allgemeine Informationen

Die Republik Estland (Gesamtbevölkerung: 1.342.000, davon ethnische Esten: 69 %; weitere ethnische Gruppen: Russen 26 %, Ukrainer 2 %, Weißrussen 1%, Finnen 0,8 % und andere 1,2 %, Fläche 45.227 qkm) ist eine parlamentarische Demokratie und besteht aus 15 Landkreisen.
Die Republik Estland ist der nördlichste und kleinste der drei baltischen Staaten. Estland grenzt im Norden und Westen an die Ostsee, im Süden an Lettland und im Osten an Russland. Von den knapp 1,4 Millionen Einwohnern lebt etwa ein Drittel im Großraum der Hauptstadt Tallinn. Die Bevölkerung ist zu etwa zwei Dritteln estnischsprachig und zu etwa einem Drittel russischsprachig; Estnisch ist jedoch die alleinige Amtssprache. Viele Esten, insbesondere die im Hotel- und Gaststättengewerbe und im Handel tätigen, besitzen gute Kenntnisse der englischen, oft auch der deutschen Sprache. Zahlungsmittel ist seit 01. Januar 2011 der Euro.

Aufenthalts-/ Arbeitsgenehmigung

Ein Aufenthalt länger als 90 Tage in Estland ist gestattet, wenn man über eine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügt. Die Aufenthaltserlaubnis kann jeweils in der Botschaft der Republik Estland beantragt werden. EU-Bürger können dies auch direkt in Estland vornehmen.
In Estland besteht ein Meldesystem. Für EU-Bürger gilt, dass diese innerhalb von 3 Monaten ab Einreise zur Anmeldung beim Migrations- sowie Einwohnermeldeamt verpflichtet sind. Außerdem müssen EU-Bürger innerhalb von einem Monat nach der Anmeldung beim Migrationsamt persönlich einen Ausweis (ID-Karte) als Nachweis der Aufenthaltsberechtigung beantragen. Diese ID-Karte ist in der Regel bis zu fünf Jahre gültig. EU-Bürger benötigen in Estland keine spezielle Arbeitserlaubnis, wenn eine ID-Karte vorliegt.

Sozialversicherung

Wer mit der Arbeit in einem bestimmten Mitgliedstaat aufhört, um eine Erwerbstätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat aufzunehmen, unterliegt ab diesem Zeitpunkt den Rechtsvorschriften des "neuen" Beschäftigungslandes. Daraus folgt, daß der Betreffende im "alten Beschäftigungsland" keine neuen Leistungsansprüche mehr aufbaut, sondern diese nur noch im "neuen" Beschäftigungsland erwirbt, und zwar unabhängig davon, ob er dort auch seinen Wohnsitz hat. Auch ein Grenzgänger, der weiterhin im "alten" Beschäftigungsland wohnt, ist nach den Rechtsvorschriften des Landes versichert, in dem er fortan seiner Erwerbstätigkeit nachgeht.
Für Beschäftigte ist in Estland Sozialsteuer (33 % der Lohnsumme insgesamt - 20 % für Rentenversicherung, 13 % für Krankenversicherung) zu entrichten, die im Wesentlichen der Arbeitgeber zu tragen hat. Die von den Arbeitnehmern selbst zu zahlende Einheitseinkommensteuer in Höhe von derzeit 22 % soll in den nächsten Jahren weiter herabgesetzt werden.

Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt ist momentan geprägt von der Abwanderung von Fachkräften, die - z.B. im Bauwesen - gesucht werden. Die Einkommen sind zwar in den letzten Jahren stark gestiegen, bewegen sich aber in den meisten Bereichen nach wie vor deutlich unterhalb der Vergütung vieler anderer europäischer Länder. Regional und branchenbezogen gibt es große Ungleichheiten. Sektorale Tarifverträge sind nur in wenigen Bereichen üblich und auch dort nicht allgemeinverbindlich, sondern gelten nur für Mitglieder von Verbänden und Gewerkschaften. Die staatliche Arbeitsagentur ist in allen Beschäftigungsfragen zuständig, auch für allgemeine Fragen des Zugangs zum Arbeitsmarkt und der Koordination von Versicherungsleistungen nach EU-Recht.  

Lebensstandard

Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis Estland bei Produktivität, Wirtschaft und Lebensstandard der Bevölkerung zum Durchschnitt der EU-Länder aufgeschlossen hat, aber die Situation in Estland ist schon seit Jahren immer stärker geprägt von hohen Wachstumsraten, steigenden Preisen und Einkommen. Die Arbeitslosigkeit nähert sich historischen Tiefständen (derzeit unter 5 %). Auch aufgrund erheblicher Auswanderungsziffern in den vergangenen 15 Jahren ist - trotz steigender Beschäftigungsraten - der Arbeitsmarkt nahezu erschöpft, in diversen Branchen gibt es Mangel an qualifizierten Fachkräften.
Die meisten Einwohner leben in Eigentumswohnungen bzw. Häusern. Wohnungsmieten haben sich in den vergangenen Jahren stark erhöht. Sie differieren - wie auch sonstige Lebenshaltungskosten - stark zwischen Tallinn und den übrigen estnischen Regionen.

 

(Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird routinemäßig aktualisiert. Wine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen kann nicht übernommen werden.)

Nützliche Links

Arbeiten in Estland

Ratgeber Estland

Auswärtiges Amt