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Arbeiten im Ausland

Hier bekommen Sie Informationen über das Arbeiten im Ausland.

Finnland 

Inhalt:
  • Allgemeine Informationen
  • Aufenthalts-/Arbeitsgenehmigung
  • Sozialversicherung
  • Arbeitsmarkt
  • Lebensstandard
  • Wohnungssuche
  • Nützliche Links

Allgemeine Informationen

Die Republik Finnland umfasst eine Landesfläche von 338.145 qkm (69 % Wald, 10% Wasser (Finnland besitzt die größte Seenplatte Europas mit vielen tausend Inseln), 8 % landwirtschaftliche Nutzfläche) und eine Einwohnerzahl von 5,30 Mio. Finnland ist flächenmäßig das sechstgrößte Land Europas, die Bevölkerungsdichte beträgt aber nur rund 17 Einwohner pro Quadratkilometer. Der überwiegende Teil der Finnen, rund 65 %, wohnt in Städten und urbanen Räumen, die restlichen 35 % der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. Die Hauptstadt Helsinki (568 531 Einwohner) sowie ihre Nachbarstädte Espoo (230 000) und Vantaa (190 000) bilden den schnell wachsenden Großraum Helsinki, in dem rund jeder sechste Landesbewohner lebt. Weitere wichtige Städte sind Tampere (204 385), Turku (177 502) und Oulu (131 611).
92 % der Bevölkerung sind finnisch-, 6 % schwedischsprachig. Beide Sprachen sind offizielle Amtssprachen.
Das Staatsoberhaupt der Finnen ist die Präsidentin Tarja Halonen. Sie wurde 2006 wiederholt für weitere sechs Jahre gewählt. Die finnische Regierung hat ihren Sitz in der Hauptstadt Helsinki. Die Stadt ist das politische, wirtschaftliche, geistige, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Finnlands. Helsinki hat 6,2 % schwedischsprachige Einwohner und ist offiziell zweisprachig.

Das Klima in Finnland ist durch kalte Winter und warme Sommer gekennzeichnet. Die mittlere Jahrestemperatur in der Hauptstadt Helsinki beträgt 5,3 ºC. An den wärmsten Tagen des Sommers klettert das Thermometer in Südfinnland bis auf 30ºC. In den Wintermonaten, besonders im Januar und Februar, sind Temperaturen um -20ºC nichts Ungewöhnliches.

Im hohen Norden, jenseits des Polarkreises, geht die Sonne im Sommer 73 Tage lang nicht unter. Das Gegenstück zur Mitternachtssonne ist im Winter die Polarnacht, auf Finnisch als Kaamos bezeichnet, während der die Sonne 51 Tage lang auch tagsüber hinter dem Horizont bleibt.

Aufenthalts-/Arbeitsgenehmigung

Finnland gehören zu den Schengen-Staaten, d.h. Bürger dieser Länder können sich im Gebiet der Schengen- und EU-Staaten frei bewegen. Reisende müssen jedoch ein gültiges Reisedokument mit sich führen, d.h. einen Pass oder einen Personalausweis.

Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten in einem anderen Staat muss eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden. Eine befristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für Finnland kann in der Botschaft von Finnland in Berlin oder im Generalkonsulat in Hamburg beantragt werden.

Ein Visum muss von außerhalb des Schengen-Gebietes beantragt werden. Reisende, die mit einem Schengen-Visum in das Schengen-Gebiet eingereist sind, können während der Gültigkeitsdauer des Visums innerhalb dieses Gebietes reisen. Auch wenn es an den Innengrenzen des Schengen-Gebietes keine Kontrollen gibt, müssen visumpflichtige Personen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Gebiet einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis eines Schengen-Staates mitführen.

Sozialversicherung

Die Sozialversicherung umfasst Leistungen in den Bereichen Alter, Behinderung, Mutterschaft, Krankheit, Gesundheitsvorsorge und Arbeitslosigkeit. Jede Person mit ständigem Wohnsitz in Finnland ist in der staatlichen Krankenversicherung versichert (Kansaneläkelaitos - KELA). Die Krankenversicherungskarte beantragen Sie beim örtlichen Büro des Sozialversicherungsträgers.
Die staatliche Krankenversicherung deckt Leistungen der Gesundheitszentren (Terveysasemat) und der öffentlichen Krankenhäuser ab. Gesundheitszentren berechnen einen Kostenbeitrag für die ersten drei Termine innerhalb eines Kalenderjahres. Kosten für Arzneimittel, Privatkliniken und Privatärzte werden nur teilweise übernommen. Kosten für Zahnbehandlungen werden nur für Personen, die nach 1955 geboren sind, erstattet. In Finnland gibt es spezielle Mutter-Kind-Zentren, die kostenlos informieren und betreuen. Die Beiträge für die Krankenversicherung ziehen die Arbeitgeber von Ihrem Gehalt ab. Touristen und Arbeitssuchende werden in Notfällen kostenlos behandelt.

Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote lag im April 2008 bei 6,0 %. Hoch ist die Arbeitslosigkeit weiterhin unter den Jugendlichen und den Zuwanderern.

Heute schon gibt es auf dem finnischen Arbeitsmarkt einen Mangel an Fachkräften. Die Ursache hierfür sind die veränderten Anforderungen potenzieller Arbeitgeber. Das Angebot an Arbeitskräften kann vielfach das Problem des Fachkräftemangels nicht lösen, weil die Bewerber nicht die richtige Qualifikation, Berufserfahrung oder persönliche Eignung mitbringen. Gesucht werden Fachkräfte in den Sektoren Industrie (Elektronik, IT, Metallverarbeitung), Gesundheitswesen (Pflegeberufe, Zahnärzte, Apotheker), Handel (Verkäufer), Transport- und Immobilienwirtschaft. Auch in der Landwirtschaft sind kompetente Arbeitskräfte gefragt, ebenso Saisonarbeiter.

Lebensstandard

Der finnische Lebensstandard gehört zu den höchsten der Welt. Die Finnen verfügen über ein gut ausgebautes und preiswertes öffentliches Verkehrswesen wie auch über effizient geheizte Wohnungen und Häuser im tiefen Winter. Innovative Technologie ist in jedem Haushalt vorhanden, zugleich bleiben die Finnen aber in Kontakt mit den einfachen Freuden der Natur - ihren riesigen unverschmutzten Seen und Wäldern.
Trotz seiner geringen Ausdehnung besitzt Finnland ein erstaunlich reiches Kulturerbe. Kaum jemand auf der Welt liest so viel wie die Finnen. Bibliotheken, Theater und Museen üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Eine Nation von nur fünf Millionen Menschen bereichert die Welt durch große Musiker, Architekten, Designer und Tänzer.

Finnland gehört heute zu den wohlhabenden Ländern innerhalb der Europäischen Union. Im Jahr 2005 erreichte der Kaufkraftindex für Finnland den Wert 111 im Vergleich zum Unionsdurchschnitt 100. Die finnische Außenhandelsbilanz weist einen leichten Überschuss auf. Im Jahr 2006 betrug der Export 61,40 Mrd. Â€ bei einem Import von 55,89 Mrd. €. Die wichtigsten Handelspartner sind Deutschland mit einem Handelsanteil von 11,3 %, Schweden mit 10,5 % und Russland mit 10,1 %.

In Finnland gibt es 1,5 Millionen Haushalte mit zwei oder mehr Personen. In den Familien mit Kindern hat sich die durchschnittliche Kinderzahl von 2,27 im Jahre 1960 auf 1,80 verringert. Von allen Erwerbstätigen sind 49 % Frauen. Ihre Einkommen betragen im Durchschnitt 80 % der Einkommen der Männer.

Wohnungssuche

Die meisten Finnen leben in Privathaushalten. Üblich sind in Städten Eigentumswohnungen, in kleineren Städten und Dörfern Einfamilienhäuser. Weit verbreitet sind in Stadtgebieten jedoch nach wie vor auch Mietwohnungen. Diese wie auch Wohneigentum sind in Finnland fast überall verfügbar.
Die beste Informationsquelle sind - meist regionale oder lokale - Zeitungen. Private Immobilienagenturen verlangen eine Vermittlungsgebühr. Wohngemeinschaften sind kaum üblich, selbst Studenten nehmen eher eine eigene Wohnung.
Gemeinden besitzen meist eigene Mietshäuser und vermieten üblicherweise an Familien. Die Miete ist nicht in jedem Fall niedriger als auf dem freien Markt.
Der Wohnungskauf unterliegt in Finnland keinen Einschränkungen. Familien, deren Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt, haben Anspruch auf einen besonderen Kredit (arava) für den Wohnungskauf. Entsprechende Auskünfte erteilen die zuständigen Kommunalbehörden. Möblierte Häuser oder Wohnungen werden selten zur Miete angeboten.

(Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen kann nicht übernommen werden.)

Nützliche Links

Botschaft von Finnland

Auswärtiges Amt