Stichwortsuche




Arbeiten im Ausland

Hier bekommen Sie Informationen über das Arbeiten im Ausland.

Griechenland 

Inhalt:
  • Allgemeine Informationen
  • Aufenthalts-/Arbeitsgenehmigung
  • Sozialversicherung
  • Arbeitsmarkt
  • Lebensstandard
  • Wohnungssuche
  • Nützliche Links

Allgemeine Informationen

Die amtliche Vollform der Republik Griechenland lautet Hellenische Republik - Elleniki Dimokratia.
Griechenland (Gesamtfläche 132 000 qkm (107 000 qkm Festland und ca. 25 000 qkm Inselfläche), ca. 11,1 Mio Einwohner) hat über 3 054 Inseln, von denen jedoch nur 87 bewohnt sind. Griechenland hat trotz seines stark maritimen Charakters einen Gebirgsanteil von 77,9 % und wird daher als Gebirgsland eingestuft. Die felsigen Küsten umfassen eine Länge von über 13 500 km. Der Staatspräsident heißt Karolos Papoulias (seit 2005).
Die Landessprache ist Neugriechisch, die mit den eigenen griechischen Schriftzeichen geschrieben wird. Im mittleren und gehobenen Management sowie in den Tourismuszentren sollte man Englisch als zweite Fremdsprache beherrschen.

Aufenthalts-/ Arbeitsgenehmigung

Angehörige der Staaten der EU können mit ihrem Reisepass oder Personalausweis visumfrei einreisen und sich bis zu drei Monaten in Griechenland aufhalten. Wer weniger als 3 Monate in Griechenland arbeiten möchte, muss sich innerhalb 8 Tagen bei der örtlichen Polizeibehörde registrieren lassen. Wer sich länger als 3 Monate aufhalten möchte, muss vor Ablauf dieser Zeit eine Anmeldebescheinigung bei der zuständigen Polizeibehörde seines Aufenthaltsortes beantragen. Voraussetzung ist, dass man als Arbeitnehmer bzw. Selbständiger tätig ist.

Angehörige anderer Länder müssen im Vorfeld bei der griechischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung ihres Landes eine Aufenthaltsgenehmigung/Visum beantragen.

Sozialversicherung

Der Sozialversicherungsschutz gilt in Griechenland obligatorisch für alle Bürger und ist in drei Systeme untergliedert: das Sozialversicherungssystem zum Schutz von Arbeitnehmern, das Sozialfürsorgesystem zum Schutz bedürftiger Personen und das nationale Gesundheitssystem zum Schutz aller Personen, die sich auf dem griechischen Staatsgebiet aufhalten.
Verwaltungstechnisch untersteht das Sozialversicherungssystem hauptsächlich dem Ministerium für Beschäftigung und soziale Sicherung, während das Gesundheits- und Sozialfürsorgesystem unter der Aufsicht des Ministeriums für Gesundheit und soziale Fürsorge steht.
Die meisten Arbeitnehmer fallen unter die I.K.A. (Sozialversicherungsanstalt), die die Zweige Krankheit und Mutterschaft, Alter, Invalidität, Hinterbliebenenleistungen, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie Leistungen im Todesfall (Beerdigung) umfasst. Es gewährt Leistungen und erbringt Dienstleistungen, mit denen Einkommenseinbußen, beziehungsweise -verluste ausgeglichen werden sollen. Das Sozialversicherungssystem ist ein System der elementaren und subsidiären staatlichen Versicherung, das sich auf autonome Versicherungsträger stützt.

Arbeitslosenversicherung und Familienleistungen - allerdings ausschließlich für Arbeitnehmer - übernimmt der O.A.E.D. (Griechische Anstalt für Arbeit).

Arbeitsmarkt

Die griechische Wirtschaft ist durch anhaltendes Wachstum (2007: 4,1 %) und fortschreitende Modernisierung geprägt. Wichtigste Sektoren sind Handel und Dienstleistungen (darunter vor allem Tourismus, Seeschifffahrt und Hafenwirtschaft), die ca. 70 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen. Wichtigste Branche ist dabei der Tourismus mit einem Anteil von 15 - 17 % am BIP.
Ein Charakteristikum des griechischen Arbeitsmarktes ist die hohe Zahl der Selbstständigen und der niedrige Anteil (etwa 5 %) von Teilzeitkräften an der Gesamtbeschäftigung. Die Mehrheit der griechischen Unternehmen sind kleine und mittelständische Betriebe mit weniger als 10 Arbeitnehmern. Der überwiegende Teil des Arbeitskräftepotentials konzentriert sich auf die größeren Städte z.B. auf die Hauptstadt Athen, wo über 70 % der Griechen leben.

Die Arbeitslosigkeit ist recht hoch.
Die Quoten der Jugend- und Frauenarbeitslosigkeit ist im EU Vergleich mit am Höchsten. Qualifizierte Arbeitskräfte aus dem technischen und handwerklichen Bereich haben trotzdem relativ gute Beschäftigungschancen auf dem griechischen Arbeitsmarkt. Ein dringender Arbeitskräftebedarf besteht vor allem im Hotel- und Gaststättenbereich und im Tourismusbereich, in der Nahrungsmittelindustrie, im Baugewerbe und im Sektor Kfz-Reparatur. Des Weiteren werden mehrsprachige Führungskräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung in den Bereichen Export/ Import, Technik (als Produktionsleiter), Hotelleitung und Telekommunikation gesucht.
Sehr gute Griechischkenntnisse sind für eine Anstellung in Griechenland ein absolutes Muss.

Lebensstandard

Im Vergleich zu den übrigen EU-Staaten ist der Griechische Lebensstandard relativ niedrig.
Die griechische Kultur lässt sich vor allem auf die Antike zurückführen. Hierzu zählt insbesondere die griechische Architektur (Akropolis), Literatur, Philosophie und die Mythologie. Die Griechen mögen es lebhaft und gesellig. Beim Kochen bevorzugen sie insbesondere Knoblauch, gute Gewürze, frisches Gemüse und Fleisch. Daraus entstehen Landesspezialitäten wie Souvlaki, Schafskäse, usw. Meistens wird zum Essen ein Ouzo oder Retsina angeboten.

Die Lebenshaltungskosten variieren je nach Region sehr stark. Unter Umständen braucht man in Griechenland mehr Geld zum Leben als zum Beispiel in Deutschland. Das Preisniveau von Milchprodukten und Fleisch, aber auch die Telefon-/ und Internetgebühren sind in Griechenland sehr hoch.

Wohnungssuche

Auf dem Wohnungssektor stellt sich die Situation so dar, dass 77 % der Bevölkerung in Eigentumswohnungen/Eigenheimen und 23 % zur Miete wohnen. Insgesamt umfasst der Wohnungsmarkt 55 % Häuser und 45% Wohnungen. Der Grad der Urbanisierung beträgt 66 %. Im Großraum Athen ist die Wohnungssuche problematisch und die Mieten sind hoch. In etlichen Gebieten mangelt es an Wohnungen; viele Vermieter ziehen es vor, Unterkünfte an Urlauber zu vermieten, und verknappen so das reguläre Angebot zusätzlich.
Wohnraum wird in Griechenland sowohl möbliert als auch unmöbliert vermietet. Allerdings sind möblierte Wohnungen recht sparsam ausgestattet. Das griechische "Enikiazete" bedeutet "zu vermieten". In den Zeitungen wird vermietbarer Wohnraum unter der Überschrift "Enikiassis Akiniton" angeboten. Zu den großen Zeitungen gehören Ta Nea, Eleftheros Typos, Eleftherotypia und Apogevmatini. Des weiteren werden in der englischsprachigen Zeitung "Athens News" entsprechende Anzeigen veröffentlicht. Auch der Mundpropaganda kommt eine wichtige Rolle zu.
Makler finden sich in Griechenland vornehmlich in den größeren Städten. Bei der Planung eines Wohnungs-/Hauskaufes sollten Sie immer einen Rechtsanwalt hinzuziehen! In den Zeitungen wird Wohnraum zum Verkauf angeboten. Auch diese Anzeigen finden Sie in den großen griechisch- und englischsprachigen Zeitungen.
Banken beraten über Hypotheken, obwohl diese Art der Finanzierung in Griechenland weniger gebräuchlich ist als in anderen Mitgliedstaaten.

(Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen kann nicht übernommen werden.)

Nützliche Links

Botschaft der Republik Griechenland

Auswärtiges Amt

Bundesverwaltungsamt-Auswanderer und Auslandstätige

Hoteljobs in Griechenland