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Arbeiten im Ausland

Hier bekommen Sie Informationen über das Arbeiten im Ausland.

Indien 

Inhalt
  • Allgemeine Informationen
  • Einreisebestimmungen
  • Arbeitsmarkt
  • Sozialversicherung
  • Sicherheitshinweise
  • Wissenswertes
  • Nützliche Links

Allgemeine Informationen

Ländername: Republik Indien, Republic of India, Bharatiya Ganarajya (Hindi)
Hauptstadt: New Delhi (Einwohnerzahl: circa 13,8 Millionen Einwohner, "National Capital Territory of Delhi")
Landesfläche: 3.287.000 qkm
Landessprachen: Hindi und Englisch, 21 weitere als Landessprachen anerkannte Sprachen


Klima: monsunabhängig (Juli-September), heiße Trockenzeit (April bis Juni), in Nordindien stärkerer jahreszeitlicher Wechsel
Lage: Südasien (beiderseits des nördlichen Wendekreises)


Bevölkerung: circa 1,027 Milliarden (Volkszählung 2001) Wachstumsrate: circa 1,9 % pro Jahr (Durchschnitt der Jahre 1991-2001, letzte Volkszählung 2001), 1,606 % (Schätzung 2007)
Religionen: Hinduismus (circa 80,5 %), Islam (circa 13,4 %), Christentum (circa 2,3 %), Sikhismus (circa 1,8 %) sowie Buddhismus, Jainismus, Parsen und andere


Regierungsform: Parlamentarische Demokratie: Bundesstaat (28 Staaten, 6 Unions-Territorien, National Capital Territory Delhi)

Einreisebestimmungen

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für europäische Staatsangehörige möglich:


  • Reisepass + Visum
  • Vorläufiger Reisepass + Visum
  • Kinderreisepass + Visum + Foto
  • Kinderausweis + Visum + Foto

Sind die Kinder in den Reisepass eines Elternteils eingetragen ist eine Einreise auch möglich, hier sollte man sich aber vor Antritt der Reise noch einmal bei der jeweiligen Botschaft in Indien erkundigen. Es kann passieren, dass sich diese Regelung laufend ändert.


In jedem Fall wird ein Visum benötigt. Visa sind bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht möglich.

Touristenvisa werden mit einer Gültigkeitsdauer von 6 Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt.

Eine Verlängerung der Gültigkeit des Visums in Indien durch das zuständige örtliche Foreigners’ Regional Registration Office erfolgt nur in begründeten Ausnahmefällen, wie beispielsweise ernsthafte Erkrankungen u.ä.

Bei einem Aufenthalt von mehr als 6 Monaten besteht eine Registrierungspflicht beim District Foreigners' Registration Office bzw. beim Foreigners' Regional Registration Office, welche innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden muss.

Arbeitsmarkt

Von 1999 bis 2004 wuchs das Bruttoinlandsprodukt Indiens inflationsbereinigt um rund 6 % jährlich. 2005 ist es nach vorläufigen Angaben sogar um 8,4 % gestiegen. Der Internationale Währungsfonds rechnet damit, dass sich das Wachstum in Zukunft nur wenig auf rund 7 % abschwächt. Trotz des in den letzten Jahren deutlich beschleunigten Wachstums liegt die offizielle Arbeitslosenquote aber noch bei 9 % - wobei mit einer erheblichen Zahl von Arbeitslosen zu rechnen ist, die von der Statistik nicht erfasst werden.


Der Verbraucherpreisanstieg hielt sich in den vergangenen Jahren bei rund 4 bis 5 %. Der IWF erwartet auch in Zukunft einen Anstieg um knapp 5 %. Unbefriedigend bleibt auch die Entwicklung der Staatsfinanzen. Das gesamtstaatliche Haushaltsdefizit bewegt sich bei leicht rückläufiger Tendenz zwischen 9 und 10 % des Bruttoinlandsprodukts. Davon entfällt rund die Hälfte auf das Defizit der Zentralregierung. Von den führenden Agenturen zur Bewertung von Kreditrisiken wird die Kreditwürdigkeit Indiens vor dem Hintergrund der günstigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aber zunehmend besser eingeschätzt. Nach der Rating-Agentur Moody's hob Anfang August 2006 auch die Agentur Fitch ihre Bewertung der Kreditaufnahme des indischen Staates auf den niedrigsten sogenannten investment grade an.

Sozialversicherung

Das Gesundheitswesen ist überwiegend staatlich, obwohl es auch viele private Krankenhäuser gibt. Obwohl die Gesundheitsbetreuung auf dem Land bereits erheblich verbessert wurde, insbesondere durch Erste-Hilfe-Stationen in Dörfern, besteht noch ein großes Stadt-Land-Gefälle.

In vielen Dörfern gibt es keine medizinischen Einrichtungen. Verschlimmert wird die Lage durch schlechte hygienische Bedingungen, wie fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen, sowie Unterernährung.

Wegen der geringen Kosten und der guten Qualität der ärztlichen Behandlung in spezialisierten Krankenhäusern gewinnt der Gesundheitstourismus aus nordamerikanischen und europäischen Industrieländern immer mehr an Bedeutung.

Sicherheitshinweise

Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in verschiedenen Städten angespannt.

Die Anschläge der Vergangenheit richteten sich gezielt auch gegen verschiedene von ausländischen Touristen und Geschäftsleuten aufgesuchte Hotels, Restaurants sowie den Bahnhof von Mumbai.

Zeitweise ist zwar eine gewisse Beruhigung festzustellen, trotzdem wird weiterhin generell zu erhöhter Wachsamkeit geraten, besonders beim Besuch von Märkten, öffentlichen Plätzen und großen Menschenansammlungen sowie Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen.


Das allgemeine kriminelle Risiko für Ausländer in den touristisch stärker erschlossenen Gegenden Indiens ist eher gering. Reisende, insbesondere Frauen, sollten sich jedoch auch dort stets von Vorsicht leiten lassen.


Wissenswertes

In Indien werden weit über 100 verschiedene Sprachen gesprochen, die vier verschiedenen Sprachfamilien angehören. Neben den beiden überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch erkennt die indische Verfassung die folgenden 21 Sprachen an: Asamiya, Bengalisch, Bodo, Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili, Malayalam, Marathi, Meitei, Nepali, Oriya, Panjabi, Santali, Sanskrit, Sindhi, Tamil, Telugu und Urdu.


Über die Beibehaltung des Status des Englischen als Amtssprache wird alle 15 Jahre neu entschieden. Englisch gilt weiterhin als Prestige-Sprache und wird nur von einer privilegierten Minderheit der Bevölkerung fließend gesprochen. Wenn sich Menschen der 21 unterschiedlichen Sprachgemeinschaften begegnen, sprechen sie meistens Englisch miteinander.


Der Fremdenverkehr hat sich zu einem der wichtigsten Devisenbringer Indiens entwickelt.

2005 verzeichnete Indien mit 3,9 Millionen ausländischen Besuchern einen größeren Touristenzustrom als je zuvor. Darunter sind allerdings auch viele Ausländer indischer Herkunft, die vor allem in Nordamerika und Großbritannien leben und ihren Verwandten in Indien regelmäßig längere Besuche abstatten.

Dennoch erzielte der Fremdenverkehrssektor in den letzten Jahren durchschnittliche Einnahmen von 5,7 Milliarden US-Dollar aus der Ankunft ausländischer Gäste.


(Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.)

Nützliche Links

Auswärtiges Amt

Fremdenverkehrsamt Indien