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Arbeiten im Ausland

Hier bekommen Sie Informationen über das Arbeiten im Ausland.

Schweden 

Inhalt
  • Allgemeine Informationen
  • Einreisebestimmungen
  • Arbeitsmarkt
  • Sozialversicherung
  • Lebensstandard
  • Wohnungssuche
  • Nützliche Links

Allgemeine Informationen

Ländername: Königreich Schweden/Konungariket Sverige
Hauptstadt: Stockholm (802.611)
Landesfläche: 449.696 qkm
Landessprache: Schwedisch


Lage: zwischen 55° und 69° nördl. Breite; zwischen 11° und 24° östl. Länge
Klima: Durchschnittstemperaturen Januar/Juli: Malmö -0,2°C/+16,8°C, Stockholm -2,8°C/+17,2°C, Kiruna -16,0°C/+12,8°C


Bevölkerung: 9.215.021
Religion, Kirche: Lutheraner (80 %)


Staatsform: konstitutionelle Monarchie/parlamentarische Demokratie

Einreisebestimmungen

Schweden ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Europäer benötigen kein Einreisevisum für Schweden und können demnach mit einem


  • gültigen oder seit höchstens einem Jahr ungültigen Reisepass, vorläufigen Reisepass, Kinderreisepass oder Kinderausweis,
  • gültigen oder seit höchstens einem Jahr ungültigen Personalausweis,
  • gültigen vorläufigen Personalausweis,

nach Schweden einreisen. Für Kinder bis zum vollendeten 16. Lebensjahr genügt auch eine Eintragung in den Reisepass eines Elternteils. Auch für Kinder ausgestellte Personalausweise werden für die Einreise anerkannt. Das Auswärtige Amt empfiehlt in jedem Fall zusätzlich die teilweise sehr strengen Regelungen/ Geschäftsbedingungen bezüglich Lichtbildausweise der zahlreichen neuen Fluglinien zu prüfen.

Arbeitsmarkt

Die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung sind gut. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum liegt mit 3,1 % über dem EU-Durchschnitt (2,4 %).

Die Arbeitslosenquote ist relativ niedrig. Ursache dafür, sind vor allem die Investitionen der Regierung in arbeitsmarktpolitische Programme. Die Jugendarbeitslosigkeit ist inzwischen leicht gesunken (auf 17,2 %), doch liegt sie immer noch weit über dem EU-Durchschnitt. Die Beschäftigungsrate der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hoch (74,2 %). Die Arbeitslosigkeit von Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund ist ein schwerwiegendes Problem.

Zuwanderer aus nicht europäischen Ländern sind länger arbeitslos und finden nicht so schnell eine neue Beschäftigung.

Auswanderer, die in Schweden arbeiten möchten, sollten die Landessprache beherrschen. In den meisten Berufen werden gute Schwedischkenntnisse vorausgesetzt. Hiervon ausgenommen sind Saisonarbeiten oder die Tourismusbranche.

Sozialversicherung

Wer in Schweden arbeitet oder ansässig ist, unterliegt der allgemeinen Sozialversicherungspflicht (gilt auch für Selbständige). Diese Almänna Försäkringskassa deckt ab: Krankenversicherung, Elternversicherung, Berufsschadenversicherung, Invaliditätsversicherung, Rentenversicherung (ab 65). Wer in Schweden arbeitet, hat zum Beispiel Anspruch auf Krankengeld oder Rehabilitationsgeld (allgemeine Krankenversicherung). Wer in Schweden wohnt (folkbokförd), hat beispielsweise Anspruch auf Kindergeld oder Wohngeld.

Die Sozialversicherung beinhaltet KEINE Arbeitslosenversicherung.

Lebensstandard

Der schwedische Staat spielt im Wirtschaftsleben des Landes eine starke Rolle: Die Steuer- und Abgabenquote liegt mit rund 50 % deutlich höher als in anderen europäischen Ländern. Die Ausgaben des Staates für Güter und Dienste machen mehr als 30 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus; die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Bildung, Erziehung und Gesundheitswesen. Über 20 % des BIP wurden in der Vergangenheit als direkte Transferzahlungen zur sozialstaatlichen Umverteilung verwandt.

Wohnungssuche

In Großstädten wie Göteborg und Stockholm herrscht Wohnungsmangel. Insbesondere zentral gelegene Wohnungen sind sehr begehrt und man muss sich regelrecht darum bewerben. Auch hier ist es üblich, dass Referenzen in Form des vorigen Vermieters oder Arbeitgebers gefordert werden. Viele Wohnungen werden auch (zeitbegrenzt) in zweiter Hand weitervermietet. Man sollte zur Wohnungssuche definitiv vor Ort sein. Am besten bemüht man sich schon einige Wochen /Monate vor dem geplanten Umzug vor Ort um eine Unterkunft kümmern.

Bei den privaten Vermittlern ist es i.d.R. obligatorisch, persönlich vorbeizukommen. Die wollen sich - im Interesse der Vermieter - die Leute anschauen, die sie vermitteln. Wohnungsbaugesellschaften haben auch vor Ort in den Stadtteilen Lokalbüros. Es kann sich lohnen, dort persönlich vorbeizuschauen und nachzufragen.


(Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.)

Nützliche Links

Auswärtiges Amt