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Arbeiten im Ausland

Hier bekommen Sie Informationen über das Arbeiten im Ausland.

Slowakei 

Inhalt
  • Allgemeine Informationen
  • Einreisebestimmungen
  • Arbeitsmarkt
  • Lebensstandard
  • Wissenswertes
  • Nützliche Links

Allgemeine Informationen

Ländername: Slowakische Republik (Slovenská republika, SR)
Hauptstadt: Bratislava (Pressburg) mit 428.672 Einwohnern (letzte Volkszählung 2001)
Größe: 49.030 qkm


Bevölkerung: 5.379.455 Einwohner (letzte Volkszählung 2001)
Landessprache: Slowakisch

Währung: Euro
Religion: 11 Religionsgemeinschaften werden anerkannt, darunter: Römisch-Katholische Kirche (68,9 %), Evangelische Kirche Augsburger Bekenntnisses (6,9 %) Griechisch-Katholische Kirche (4,1 %), Reformierte Christliche Kirche (2 %), Methodisten, Orthodoxe Kirche, Jüdische Glaubensgemeinschaft (alle unter 1 %), 13 % der Bevölkerung ohne Glaubensbekenntnis


Regierungsform: Parlamentarische Demokratie

Einreisebestimmungen

Reisende sind verpflichtet, einen gültigen Reisepass, vorläufigen Reisepass, Personalausweis, Kinderreisepass oder Kinderausweis (mit Lichtbild!) mitzuführen. Dies gilt unverändert auch nach dem Beitritt der Slowakei am 21.12.2007 zum sogenannten Schengenraum und dem damit verbundenen Wegfall der Grenzkontrollen.

Eine bestimmte Gültigkeitsdauer der Ausweisdokumente ist nicht vorgeschrieben, die Einreise mit abgelaufenen Ausweisdokumenten ist nicht zulässig.


Vorläufige Personalausweise und Kinderausweise ohne Lichtbild werden nicht anerkannt. Die noch bestehende Eintragung des Kindes in den Pass der Eltern wird bis zur Vollendung des 5. Lebensjahrs des Kindes anerkannt. (Derartige Eintragungen können durch die Botschaft nicht mehr vorgenommen werden.)


Wichtig: Registrierung


Alle Einreisenden unterliegen in der Slowakei einer Registrierungspflicht, wenn sie sich länger als 3 Monate im Land aufhalten möchten. Wer länger als 3 Monate im Land bleiben möchte muss ich bei der örtlichen zuständigen Ausländerpolizeistelle registrieren lassen und eine Aufenthaltskarte beantragen. Die kostenlose Karte gilt zunächst 5 Jahre mit Option auf Verlängerung. Da die Slowakei den Zugang zum Arbeitsmarkt nicht eingeschränkt hat wird keine Arbeitserlaubnis benötigt.

Arbeitsmarkt

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist trotz des konjunkturellen Höhenflugs nach wie vor schwierig. Die Arbeitslosenquote (9,8 % im März 2008) ist trotz leichter Verbesserung immer noch sehr hoch. Die Quote der Arbeitnehmer und Selbstständigen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, ist mit 60,7 % relativ niedrig (EU-Durchschnitt: 65,4 %). Die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch (18,0 %) und die Beteiligung älterer Personen an der Erwerbstätigkeit niedrig. Sie liegt mit einer Quote von 33,1 % weit unter dem EU-Durchschnitt.


Die Struktur der slowakischen Wirtschaft hat sich seit der Wende in Osteuropa an die Wirtschaftsstruktur westlicher Industrieländer angeglichen. Bis 1989/90 arbeitete die Mehrheit der slowakischen Arbeitnehmer im Industriesektor. Heute verdienen knapp 60 % der Erwerbsbevölkerung ihren Lebensunterhalt im Dienstleistungsbereich. Auch der Agrarsektor hat als Arbeitgeber an Gewicht verloren. Bis 1989 waren rund 350.000 Personen in Agrarbetrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern beschäftigt. Heute hat sich diese Zahl auf 50.000 Erwerbspersonen reduziert.

Die regionalen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt sind extrem. In der Hauptstadtregion Bratislava herrscht fast Vollbeschäftigung, während in den strukturschwachen Gebieten (Mittel- und Ostslowakei) die Arbeitslosenquote die 20-%-Marke übersteigt. Ähnlich wie in Rumänien blüht in der Slowakei die Schattenwirtschaft. Mangelnde Arbeitsperspektiven, insbesondere für junge Leute ohne Berufserfahrung, bringen viele Arbeitslose dazu, Tätigkeiten in diesem Sektor aufzunehmen.

In der Slowakischen Republik gibt es einen Mindestlohn. Dieser wird per Gesetz und Durchführungsverordnung der Regierung festgelegt, die jeweils ab dem 1. Oktober eines Jahres in Kraft tritt. Die Höhe des Mindestlohns wird auf der Basis des im vorangegangenen Jahr erzielten Durchschnittslohns der Arbeitnehmer errechnet. Seit 1. Oktober 2007 liegt der Mindestlohn bei monatlich 238,62 €. Bei Firmen mit 20 und mehr Mitarbeitern kommen die Beschäftigten im Schnitt auf ein Einkommen von 499 € (Privatsektor: 517 €). Laut der Republikanischen Union der Arbeitgeber (RUZ) verdienten Mitte 2006 rund 590.000 Beschäftigte weniger als 280 €. 70 % der Beschäftigten erhielten demnach einen Lohn, der unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Das Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen ohne Berufserfahrung liegt je nach Branche und lokaler Nachfrage zwischen 420 und 660 €. Die Absolventen der Mittel- oder Fachschulen kommen auf 310 bis 470 €. Nach drei Monaten stocken viele Unternehmen das Gehalt ihrer neuen Mitarbeiter um durchschnittlich 15 % auf.

Lebensstandard

Die Höhe der Lebenshaltungskosten ist je nach Region unterschiedlich. Zur Berechnung der Ausgaben in ausgewählten Städten finden Sie auf dem Internet-Portal "Study in Slovakia" einen Kalkulator. Das vorranging für Studierende gedachte Angebot bietet auch Arbeitnehmern eine erste Orientierungshilfe.


Wie zu erwarten, sind die Lebenshaltungskosten und speziell die Ausgaben für Wohnen in der Hauptstadt Bratislava am höchsten. Das betrifft vor allem den Kauf von Wohnungen. Experten schätzen, dass die Preise für neue Wohnungen in Bratislava in den letzten drei Jahren je nach Standort im Schnitt um 30 bis 100 % in die Höhe geschnellt sind. Gegenwärtig beginnen die Preise für Neubauobjekte in der Landesmetropole bei rund 1.050 € pro Quadratmeter (einschließlich Mehrwertsteuer). Das Gros der angebotenen Neubauwohnungen bewegt sich jedoch auf einem Preisniveau von 1.326 bis 1.473 €. Für Luxusobjekte sind 2.357 € und mehr zu zahlen.

Wissenswertes

Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems ("Samtene Revolution") Ende 1989 hatte die föderative Tschechoslowakei aufgrund von abweichenden Interessen der beiden Teilrepubliken nur noch für kurze Zeit Bestand. Ein Vorbote der Auflösung der föderativen Republik war der Streit um den neuen Landesnamen, bekannt geworden als der Gedankenstrich-Krieg.

In den ersten freien Wahlen setzte sich die Bewegung «Öffentlichkeit gegen Gewalt» (VPN) unter Vladimír Mečiar durch. Mečiar wurde anschließend zum ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der Slowakei. Am 23. April 1991 wurde er vom Parlament abgesetzt und durch Ján Čarnogurský (KDH) ersetzt. Mečiar verließ daraufhin die VPN und gründete die «Bewegung für eine demokratische Slowakei» (HZDS), die im Juni 1992 die Parlamentswahlen gewann. In Verhandlungen mit der tschechischen Teilrepublik einigten sich beide Seiten auf eine Teilung der Föderation in zwei unabhängige Staaten zum 1. Januar 1993. Die Teilung erfolgte einvernehmlich und friedlich.


(Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.)

Nützliche Links

Auswärtiges Amt