Stichwortsuche


Bewerbungs-ABC

Knigge

Was zeichnet modernes Benehmen heute aus, gut 200 Jahre nachdem Adolph Freiherr Knigge seine Benimmbibel "Über den Umgang mit Menschen" verfasste? Es geht nicht mehr darum, stur formale Vorschriften einzuhalten. Umgangsformen sind nie pauschal richtig oder falsch. Sie müssen der jeweiligen Situation, Gruppe und Umgebung angepasst werden. Gespür und Sensibilität helfen immer. Richtiger Umgang ist nicht Form-, sondern Charaktersache.

Psychologen gehen davon aus, dass es nur etwa 30 Sekunden dauert, bis jemand in eine Schublade gesteckt wird. Gestik, Mimik, Kleidung und Körperhaltung müssen darum schon beim ersten Eindruck passen. Berufseinsteiger sind nach oftmals zu ungeduldig, wollen gleich mitspielen, ohne sich die Regeln klar zu machen -daher der Rat "Gucken Sie Ihrem Chef auf die Finger, gehen Sie in In-Bistros und lernen Sie so die Spielregeln." Die wichtigste heißt: Distanz wahren. Wer anderen zu nahe kommt, macht sich keine Freunde. Abstand halten heißt im Geschäftsleben ein, zwei Meter. Die so genannte Intim-Zone fängt bei einer Nähe von einem halben Meter an.

Weitere "Einsteiger-Tipps":

Pluspunkte sammeln diejenigen, die freundlich auf jedermann zugehen. Wer seine Freundlichkeit nach der Firmenhierarchie dosiert -zum Beispiel die Sekretärin herablassend behandelt -kann eine böse Überraschung erleben: Mancher Chef fragt seine Mitarbeiterin, was sie vom "Neuen" hält.


Interesse zeigen, nachfragen -das kommt gut an. Besserwisser dagegen stehen mit beiden Füßen im Fettnapf: Von einem "Youngster" lässt sich keiner gern belehren.


Zurückhaltung beim Duzen -in den meisten Firmen geht man damit sparsam um. Ein voreiliges Du bereuen Sie womöglich später, weil sich der Kollege als schwierig entpuppt. Absoluter Fauxpas: Älteren oder "Ranghöheren" selber das Du anbieten.