Stichwortsuche


Bewerbungs-ABC

Mutterschutz

Von Beginn der Schwangerschaft an bis vier Monate nach der Entbindung bzw. mit Ablauf der Erziehungszeit stehen Sie als Schwangere unter Kündigungsschutz. Wenn Sie nicht wissen, dass Sie schwanger sind und dies erst bis zu zwei Wochen nach der Kündigung feststellen, so wird diese ungültig. Dies gilt auch in Teilzeitbeschäftigungen und in der Probezeit. Wenn Sie in einem Bewerbungsgespräch nach einer bestehenden Schwangerschaft gefragt werden, dürfen Sie lügen.

Das Mutterschutzgesetz verbietet werdenden Müttern schwere körperliche Arbeit, Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, Nachtarbeit und Überstunden etc. Wenn Sie auf Grund dieser Vorschriften Ihre Tätigkeit nicht mehr weiterführen können, muss Ihnen Ihr Arbeitgeber eine gleichwertige Tätigkeit zu weisen, die nicht mit einer finanziellen Verschlechterung verbunden sein darf.

Falls Sie außerhalb der Arbeitszeit nicht die Möglichkeit haben, Vorsorgetermine wahrzunehmen, dürfen Sie auch während der Arbeitszeit Ihren Arzt aufsuchen.

Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin muss Ihr Arbeitgeber Sie von der Arbeit freistellen. In dieser Zeit dürfen Sie nur dann beschäftigt werden, wenn Sie selbst es ausdrücklich wünschen, diese Entscheidung können Sie zu jeder Zeit rückgängig machen. In den acht Wochen nach der Entbindung darf Sie Ihr Arbeitgeber aber in keinem Fall beschäftigen. Bei Mehrlings- oder Frühgeburten gelten andere Fristen.