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Bewerbungs-ABC

Nachfassen

Mit der Absendung Ihrer Unterlagen haben Sie nun ein beträchtliches Stück Weges zum Erfolg zurückgelegt. Nun beginnt das bange Warten, umso mehr, je lieber Sie den Job hätten, auf den Sie sich beworben haben.

Sie sollten aber auch diese Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Zunächst einmal gilt: "Nicht kleckern, klotzen!" Sichten Sie weiter den Stellenmarkt und bewerben Sie sich auf weitere für Sie interessante Angebote.

Aber: Vergessen Sie nicht Ihre bereits "in die weite Welt entlassenen Kinder"! Haben Sie innerhalb einer Frist von etwa 3-4 Wochen noch keine Antwort auf Ihre Bewerbung erhalten, sollten Sie "nachfassen", d. h., Ihr Interesse an der Position noch einmal bekunden, indem Sie sich bei dem Unternehmen nach dem Stand des Bewerbungsverfahrens erkundigen.

Unterschätzen Sie nicht den Faktor »Intuition«, der trotz der Vielzahl von Ausleseverfahren in den Unternehmen noch immer eine große Rolle spielt. Gehörte Ihre Bewerbung zu denen, die sofort ausgesiebt wurden, erhalten Sie die Unterlagen meist sehr schnell mit einer Standardabsage zurück. Wurden Sie in die engere Wahl genommen, bringt das ein persönlich gehaltenes Schreiben zum Ausdruck, verbunden mit dem Ratschlag, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eine Bewerbung abzuschicken, oder man bietet Ihnen eine andere Position im Betrieb an. Gratuliert man Ihnen zu einer persönlichen Einladung, so gehören Sie zu den 4-8 Glücklichen, die in das engere Auswahlverfahren einbezogen wurden.

Auch nach einem Vorstellungsgespräch können Sie mit einem "Nachfassbrief" noch einmal zum Ausdruck bringen, was Sie motiviert und was Sie für diesen Arbeitsplatz qualifiziert. Allerdings sollten Sie sich ausschließlich auf das Vorstellungsgespräch beziehen und nicht etwa Sachen wiederholen, die Sie bereits in Ihrem Bewerbungsschreiben erzählt haben. Auch Einwände, die im Verlauf des Gesprächs vielleicht aufgetreten sind, können Sie durch einen gut formulierten Nachfassbrief entkräften und Ihr Bewerbungsvorhaben noch einmal einen großen Schritt nach vorne bringen.

Ihr Nachfassbrief sollte nicht länger als eine Seite sein - es soll der Eindruck vermieden werden, Sie wollten das Gespräch zurücknehmen oder hätten hier grundsätzlich nicht alles gesagt oder etwas verschwiegen. Und: Beziehen Sie sich in jedem Fall positiv auf das Gespräch und vermeiden Sie den Eindruck, Sie wollten Druck machen oder um eine positive Entscheidung betteln, falls Sie wirklich etwas zu bieten haben.