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Bewerbungs-ABC

Vorstellungsgespräch

Wie die schriftliche Bewerbung, so ist auch der Verlauf eines Bewerbungs- oder Vorstellungsgesprächs von gewissen Standards geprägt.

Im Wesentlichen gliedert er sich folgt:

  1. Einleitungsphase ("Warming-up), z. B. mit der Frage: "Nun, Herr Müller, haben Sie den Weg zu unserem Unternehmen gut gefunden?"
  2. Vorstellungsphase - die Teilnehmer, und damit auch Sie, stellen sich vor. Und so, wie Ihre Befrager ihre Tätigkeits- und Aufgabengebiete nennen, sollten auch Sie mit wenigen Worten Ihren Werdegang schildern; Sie haben so die Möglichkeit, die anschließende Personenbefragung vorzusondieren (s. Vorstellungsgespräch (Bewerbungsgespräch - inhaltlich)
  3. Lebenslaufanalyse - Fragen zu Ihrer Person. Beantworten Sie alle Fragen so ausführlich wie möglich und so ehrlich wie nötig. Führen Sie sich das zum Anschreiben Gesagte vor Augen: Vermeiden Sie Negativformulierungen, suchen Sie Positivbeschreibungen. Und: Schweifen Sie nicht ab und holen Sie bei Begründungen nicht zu weit aus. Auf unserem Blog stellen wir Ihnen 10 häufige Fragen im Vorstellungsgespräch vor. Auf diese Fragen sollten Sie im Idealfall immer eine Antwort haben.
  4. Das Unternehmen stellt sich vor - und Sie sollten gezielt Fragen stellen. Ziehen Sie alle Informationen zum Unternehmen zu Rate, die Sie bei Ihren Nachforschungen gesammelt haben, und zeigen Sie, dass Sie bereit sind, sich voll in das Unternehmen einzubringen.
  5. "So wird Ihr Arbeitsplatz aussehen" - Informationen über Tätigkeit und Aufgabengebiet. Zeigen Sie auch hier, dass Sie sich auf Ihre künftige Tätigkeit sorgfältig vorbereitet haben.
  6. Gesprächsabschluss mit Verbleib.

Die Anzahl der am Gespräch beteiligten Personen ist abhängig von der Art des Unternehmens, der Ranghöhe der zu besetzenden Position sowie der Komplexität er Aufgabe. Meist sind dies eine oder mehrere Personen (z. B. der Personalleiter, Ihr künftiger Vorgesetzter oder sogar der Geschäftsführer, oft auch ein Mitarbeiter, der Ihr künftiges Aufgabengebiet genau kennt).

Hieran knüpfen nun die Fragen zu Ihrer Person, Ihrem Werdegang, Ihren beruflichen Fähigkeiten sowie Ihren beruflichen und privaten Ambitionen und Neigungen, auf die Sie sich ebenfalls gründlich vorbereiten sollten. Die am häufigsten gestellten sind:

  1. Weshalb wählten Sie diesen Beruf/Ausbildungsweg? Weshalb möchten Sie gerade zu uns? Was interessiert Sie an der Position am meisten, was weniger? Wie steht Ihr Partner/Ihre Familie zu der Entscheidung?
  2. Was wissen Sie über unser Unternehmen? Welche besondere Qualifikation besitzen Sie für die Stelle? Wie würde ein guter Freund Sie beschreiben? Nennen Sie Ihre größten Erfolge!
  3. Wie würden Sie Schwachpunkte in Ihrem Lebenslauf beschreiben? Was möchten Sie in fünf Jahren tun? Worauf legen Sie Wert in Ihrem Beruf? Was missfiel Ihnen bei Ihrer letzten Tätigkeit? Wie viel möchten Sie verdienen? Wie lange werden Sie brauchen, bis Sie richtig eingearbeitet sind?

Schreiben Sie Ihre Gedanken auf und versuchen Sie sie, zu ordnen. Und: Inszenieren Sie mit guten Freunden Gesprächssituationen. Indem Sie Ihre Gedanken vor anderen aussprechen, merken Sie am besten, wo Sie stocken und welche Formulierungen linkisch und wenig überzeugend klingen oder wo Sie sich möglicherweise widersprechen. Weitere Tipps zur Vorstellungsgespräch Vorbereitung und vielen weiteren Themen finden Sie übrigens auf unserem HOTELCAREER Blog.

Für das Vorstellungs- oder Bewerbungsgespräch gilt wie für ein Verkaufsgespräch: Äußern Sie Ihre Argumente nicht zu früh und heben Sie sich das Beste zum Schluss auf. Rechnen Sie damit, dass Ihr Gegenüber versuchen wird, Ihr schwächstes Argument zu kritisieren. Sehen Sie aber in möglichen Einwänden Ihres Gesprächspartners auch eine Chance! Hinter jedem echten Einwand steckt Interesse oder der Wunsch nach einer Verständnishilfe.

Zwei Dinge sind besonders wichtig:


1. Äußern Sie möglichst keine Werturteile. Ist es unumgänglich (etwa, indem Sie nach einer Einschätzung gefragt werden), prüfen Sie zunächst, wann und wo solche Urteile gerechtfertigt erscheinen, und äußern Sie dann Ihr Urteil in Formulierungen wie "einerseits ... andererseits ...".

2. Urteilen Sie niemals negativ über frühere Chefs und ehemalige Kollegen. Hegen Sie im Inneren noch einen Groll gegen jemanden, dann arbeiten Sie unbedingt während Ihrer Vorbereitungsphase daran, ihn loszuwerden.

Bereiten Sie sich genauso gründlich auf Fragen vor, die Sie an Ihren Gesprächspartner haben. Schließlich müssen Sie ja herausfinden, ob die angebotene Stelle die richtige für Sie ist. Stellen Sie Fragen zum künftigem Arbeits- und Verantwortungsbereich, zu Aufstiegs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, zu Kollegen und Vorgesetzten. Sie haben ja umfangreiche Informationen zum Unternehmen gesammelt.

Durch konkrete Fragen zu einzelnen Geschäftsbereichen oder künftigen Entwicklungen des Unternehmens, können Sie zeigen, dass Sie über die Firma, in der Sie arbeiten möchten, informiert sind.

Bereiten Sie sich gut auf die Frage nach Ihren Gehaltsvorstellungen vor. Nennen Sie die Gehaltsvorstellung, die Sie im Anschreiben (Anschreiben, Inhalt) entwickelt haben. Machen Sie sich auch Gedanken über zusätzliche Leistungen wie Dienstwagen, betriebliche Altersversorgung und Einnahmen aus Mitarbeiterbeteiligungen.

Bedenken Sie: Die Summe aller künftigen Leistungen und Bezüge sollte sich angemessen an den marktüblichen Gehältern und Ihrem Leistungsvermögen orientieren. Auskünfte über übliche Gehälter erfahren Sie über die Berufsverbände. Äußern Sie Ihre Gehaltsvorstellungen mit fester Stimme, ohne einzuschränken, zu relativieren oder sich zu rechtfertigen. Geben Sie auf Wunsch Erläuterungen und Begründungen.