Hotelmanagement an privaten Hochschulen – Studienalltag zwischen Vorurteilen und individueller First-Class Förderung

Puh, endlich geschafft! Das Abitur hast du in der Tasche. Die Freude wäre unendlich groß, wenn nicht immer wieder diese nervige Frage der Eltern und Bekannten auftreten würde. „Und was hast du für deine berufliche Zukunft geplant“? Für dich war schon in der Schulzeit klar, dass du Karriere in der Hotellerie machen möchtest? Du gehörst also zu denjenigen, die vom ganzen Lernstress noch nicht die Nase voll haben und ein Hotelmanagementstudium anstreben? Vielleicht hast du aber bereits eine Ausbildung in der Hotellerie gemacht und weißt, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind! Daher fühlst du dich gestärkt für das anspruchsvolle Studium und möchtest deinen beruflichen Horizont erweitern? Na dann pass jetzt gut auf! Wenn du dich nach reiflicher Überlegung dazu entscheidest, Hotelmanagement zu studieren, bedeutet das im Umkehrschluss automatisch, dass du eine private Hochschule besuchen wirst. Leider gibt es in Deutschland derzeit nicht die Möglichkeit, dieses Fach an einer staatlichen Universität zu studieren. Dafür müsstest du dich im Ausland nach einer geeigneten Hochschule umsehen.

Da studiert doch nur die Elite! – Vorurteile und Wissenswertes

Deine Arbeitskollegin erzählt dir während eines netten Gesprächs in eurem Lieblingscafé, dass sie ab dem nächsten Monat Hotelmanagement studieren wird. Natürlich freust du dich riesig für sie. Plötzlich hörst du sie sagen, dass sie dafür an eine private Hochschule geht und du verschluckst dich fast an deinem gerade zu dir genommenen Schluck Kaffee. Zu groß ist der Schreck, den dir dein erster Gedanke versetzt: „Da studieren doch eh nur reiche Schnösel, die sich für was Besseres halten“. Du hättest an ihrer Stelle keine Lust, in einer Flut von Designertaschen und Schlipsträgern zu versinken und dich mit hochnäsigen Elitestudenten zu vergnügen? Das sind Vorurteile, die Studenten privater Hochschulen über sich ergehen lassen müssen. Was steckt hinter den Vorwürfen? Berechtigt oder nicht? Wenn man nicht mit dem ganzen Luxusrummel groß geworden ist, ist es sicher erst einmal komisch, sich in diesem ungewohnten Umfeld zurechtzufinden. Vielleicht bist du aber auch Sohn oder Tochter vermögender Eltern und fühlst dich an privaten Schulen sogar besser aufgehoben. Fakt ist, dass der Großteil der Studenten privater Hochschulen aus wohlhabenden Elternhäusern stammt, denn ein Hotelmanagementstudium ist sehr teuer und sprengt den Geldbeutel vieler junger Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass deine Mitstreiter/innen ausnahmslos hochnäsig sind. Menschen sind verschieden und wer offen ist, kann schnell Anschluss finden. Immerhin besteht noch ein kleiner Teil aus Studenten, die auch ohne finanzielle Unterstützung der Eltern den Weg an eine private Hochschule finden. Dennoch ist es sicherlich so, dass viele Abiturienten zunächst vor den hohen Semestergebühren zurückschrecken, die private Hochschulen für ihren First-Class Service verlangen. „Ein Studium im Hotelmanagement? Das kann ich mir nicht leisten“! Ohne „betuchte“ Eltern sind die Türen zu dieser Art von Studium tatsächlich nahezu verriegelt. Selbst mit einem Nebenjob ist es schwer, das Geld für die anstehenden Semestergebühren zusammen zu kratzen. Doch wer fleißig und engagiert ist hat die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben, das bei der Finanzierung des Studiums behilflich sein kann. So werden auch engagierte Menschen wie du, in ihrem Traum Hotelmanagement zu studieren, gefördert. Allerdings darfst du dir das nicht so einfach vorstellen. Stipendien werden wirklich nur an die „Crème de la Crème“ der Bewerber vergeben und fordern meist neben überdurchschnittlichen Noten auch in der Freizeit ein Höchstmaß an engagierten Hobbys in Vereinen oder Verbänden. Neider üben oft folgende Kritik hinter dem Rücken der Elitestudenten aus: „Ach, der studiert an einer privaten Hochschule? Da war die Abiturnote wohl zu schlecht, dass nur noch Papis Geld helfen konnte, um einen Studienplatz zu bekommen“. Daher wird der Bachelorabschluss privater Hochschulabsolventen häufig als gekaufter Abschluss bezeichnet. Zu Recht? Die Zulassung an einem privaten Bildungsinstitut hängt von einem Bewerberprozess ab, der rein gar nichts mit der finanziellen Situation der Eltern zu tun hat. Es kommt darauf an, wie gut dein Motivationsschreiben aufgesetzt ist und wie du dich beispielsweise in einem Assessment-Center anstellst. Daher solltest du dich ausreichend auf die Aufnahmeprüfungen vorbereiten. Dennoch muss man den Kritikern auch ein wenig Recht geben, denn Studien haben bewiesen, dass private Hochschulen auch Bewerber aufnehmen, die an staatlichen Hochschulen gnadenlos abgeblitzt wären. Dafür ziehen sie ihr Studium im Gegensatz zu staatlichen Studenten aber auch häufiger bis zum Ende durch. Nur 8 bis 9 Prozent brechen ihr Studium an der privaten Hochschule ab, während an staatlichen Universitäten jeder Dritte sein Studium aufgibt. Allerdings ist schon zu beobachten, dass Geld an privaten Hochschulen die Welt regiert. Ohne entsprechende Studienfinanzierung hilft auch ein perfekt hingelegter Aufnahmetest nicht weiter.

Vorteile durch First-Class Ausstattung!

Der Beginn eines Studiums ist immer auch ein wichtiger Schritt für dich. Viele Studienanfänger haben leichte Ängste, was da wohl auf sie zukommt und ob es schwer ist, Hotelmanagement zu studieren. Ein Besuch einer Hochschule darf generell nicht unterschätzt werden, auch nicht wenn es um ein privates Lehrinstitut geht. Ein Studium ist und bleibt nun mal kein Zuckerschlecken. Dennoch erhoffen sich Studenten einer privaten Hochschule deutlich mehr Vorteile. Der Gedanke ist nicht abwegig, denn schließlich kostet dieses Studium weitaus mehr als das einer staatlichen Hochschule, bei denen die Studiengebühren zum Teil auch schon ganz abgeschafft wurden. „Wenn ich schon mehr bezahle, muss sich der erhöhte Preis ja auch irgendwie lohnen“. Es gibt bestimmt Studenten unter euch, die lieber in kleineren Lerngruppen unterwegs sind. In diesen Genuss wirst auch du während deines Hotelmanagementstudiums kommen. Die Massenabfertigung in den riesigen und zugleich überfüllten Hörsälen der staatlichen Universitäten, in denen der vortragende Professor im Meer an Studenten unterzugehen scheint, ist eh nicht dein Ding? Spätestens nach zehn Minuten schaltest du ab und bist mit deinen Gedanken überall nur nicht bei den Vorlesungsinhalten? Dann ist der Besuch einer privaten Hochschule ohnehin besser für dich. Viele Studenten vermissen den Kontakt zum Professor. Gerne hätten sie einen Ansprechpartner, so wie es der Klassenlehrer in der Schule war. Private Hochschulen für Hotelmanagement versprechen das entsprechende Gegenmittel. Sie überzeugen mit engem Kontakt zum Dozenten und individueller Förderung in Form von vielen kleineren Vorträgen, in denen du auch selber innerhalb kleiner Arbeitsgruppen aktiv werden musst. Zudem klagen viele Studierende über eine schlechte Organisation ihrer Hochschule. Sie fühlen sich oft mit ihren Belangen im Stich gelassen oder werden bei Fragen und Anliegen von einer Tür zur nächsten geschickt. Schon seit Tagen versuchst du verzweifelt, die Sekretärin des Prüfungsamtes zu erreichen. Aber auch heute hast du wieder mal kein Glück und die Stimme des Anrufbeantworters meldet sich am anderen Ende der Leitung zu Wort. Von deinem Anliegen will angeblich keiner was gehört haben, da muss das Büro ein Stockwerk tiefer sich drum kümmern. Aufgrund dessen ist es keine Seltenheit, dass Studenten staatlicher Hochschulen einer großen Überforderung ausgesetzt sind. Häufig wird der Übergang von der Schule zur Universität unterschätzt. Plötzlich muss man alles allein machen. Vorbei ist der Rückhalt, den man in der Schule genossen hat. Die vielen Termine und einzelnen Module – da kann man schnell schon mal den Überblick verlieren. Absolventen privater Hochschulen erhalten Unterstützung und umfassende Betreuung im Studienalltag. So steht ihnen ein Ansprechpartner zur Seite, der für jegliche Art von Kummer ein offenes Ohr hat. Ausgerechnet der nervige Sitznachbar, den du letzte Woche schon nicht sonderlich gemocht hast, hat sich schon wieder in deiner Sitzreihe verirrt und sich auf den Platz direkt neben dir gesetzt. Durch die enge Bestuhlung des Hörsaals, der noch aus dem letzten Jahrhundert zu sein scheint, hast du das Gefühl, dass er fast auf deinem Schoß sitzt? Private Hochschulen setzen diesem Albtraum durch hochwertige und komfortabel ausgestattete Lehrräume ein Ende. Ein weiterer Vorteil ist der nahe Bezug zur Praxis. Viele Arbeitgeber ärgern sich über Studenten, die reine Theoretiker sind und wie selbstverständlich davon ausgehen, Lösungen für Probleme in einem ihrer Lehrbücher zu finden. Der Arbeitsalltag hat gezeigt, dass einige Studenten ihr Wissen in praktischen Situationen nicht anwenden können. Wer bereits einmal die Schwelle in das Arbeitsleben überschritten hat, weiß, dass Theorie und Praxis des Öfteren stark voneinander abweichen. Private Hochschulen orientieren sich bei der Erstellung von Lehrplänen an Meinungen von Managern und Führungskräften aus der Wirtschaft. Die Dozenten arbeiten selber häufig im Bereich ihres Unterrichtsfaches und kommen damit unmittelbar aus der Praxis. Ab und an werden auch mal wichtige Persönlichkeiten eingeladen, die dann Gastvorträge halten. Solche Besuche ermöglichen Studenten wichtige Kontakte, die sie für ihren späteren Werdegang nutzen können. Durch kleine Fall-und Praxisbeispiele wird das Arbeitsleben auch schon während des Studiums an die potenziellen Hotelmanager von morgen herangetragen. Damit wird man mit dem notwendigen Rüstzeug ausgestattet, wenn es nach dem Studium ins Berufsleben geht.

Straffer Stundenplan und hohe Kosten – Nachteil oder nicht?

Das Studium im Hotelmanagement ist extrem stark verschult. Für den Einen ist es ein Vorteil, für den Anderen aber auch ein Nachteil! Wieso? Wer gerne seine Freizeit genießt und seinen Studentenalltag frei gestalten möchte, ist hier an der falschen Adresse. Du bist eher der Langschläfer, der erst um 12 Uhr den Weg in die Uni findet? Als Student einer staatlichen Hochschule ist dies kein Problem, denn hier bist du dein eigener Chef. Ob du in die Vorlesung gehst oder nicht, fällt dem Dozenten aufgrund der Fülle an Studenten nicht auf. Private Hochschulen geben feste Inhalte vor, die wenig Zeit für das eigentliche Studentenleben lassen. Das große Prahlen davon, dass die Studentenzeit einer der schönsten Zeiten im Leben ist, da man so viel Freiraum hat, wird im Vergleich zur staatlichen Hochschule eingeschränkt. Gerade im Studium soll man lernen, auf eigenen Füßen zu stehen und Eigeninitiative im Bezug auf die Selbstorganisation zu ergreifen. Durch das verschulte System ist das nur begrenzt möglich. Hinzu kommen die utopischen Studiengebühren, die einen Betrag von bis zu 10.000 Euro oder mehr im Jahr annehmen können. Wie hoch der Betrag letztendlich ausfällt, hängt von der jeweiligen Hochschule ab, für die du dich entscheidest. Bei der Summe, die dann für die gesamte Studienzeit anfällt, muss man erst mal schlucken. Soviel Geld soll ich für meine Bildung ausgeben?

Ob das Studium an einer privaten Hochschule das Richtige ist, muss jeder selber entscheiden. Du solltest dich ausführlich damit auseinandersetzen, was du willst und worin deine Stärken und Schwächen liegen. Für einen Studenten ist der Besuch einer privaten Hochschule eine Bereicherung, für den Anderen ein Höllentrip. Es kommt dabei auf deine Persönlichkeit an und darauf, was für ein Lern-Typ du bist. Generell solltest du wissen, dass dieses Studium dich zum Allrounder in der Hotellerie ausbildet. Du kannst damit also nichts falsch machen. Durch einen erfolgreichen Abschluss stehen dir eine ganze Menge Türen in verschiedenen Bereichen eines Hotels offen. Mit diesem Abschluss könnten karriereträchtige Berufe als Front Office Manager, Bankettdirektor bis hin zum Hoteldirektor für dich in Frage kommen. Wenn du die Möglichkeit hast Hotelmanagement zu studieren, legst du damit einen sehr wichtigen Meilenstein für deinen Weg bis an die Spitze der Karriereleiter zu kommen.

Sollte dein Interesse für ein Studium im Bereich des Hotelmanagements geweckt sein, kannst du dich unter folgenden Links über Studieninhalte, Voraussetzungen und vielem mehr informieren.

http://www.hotelmanagement-studieren.de/inhalte-hotelmanagement-studium/

https://www.hotelcareer.de/blog/hotelmanagement-studium/


Beitrag von Kerstin

Kerstin
Kerstin Bruns ist Studentin der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Duisburg-Essen. Seit Juli 2014 arbeitet sie bei der YOURCAREERGROUP. Sie unterstützt unser Team tatkräftig im Bereich Online Marketing.